Das Spiel
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"Steinzeitspiele" fr den C64 gab es auch schon vor 1988 eine ganze Menge. Man denke beispielsweise an Dino Eggs oder Quest for Tires. Dynamix sprang also relativ spt auf die Steinzeitwelle auf und knpfte sich als Thema das Sport-Multi-Event vor. Heraus gekommen ist eine sehr humoristisch umgesetzte Steinzeit-Olympiade.

Bevor man die Olympiade beginnt, kann man sich fr einen von insgesamt sechs Athleten entscheiden. Diese hren auf die wunderschnen Namen Glunk, Thag, Ugha, Gronk, Vincent und mit Crudla ist sogar eine Frau dabei. Jeder der Charaktere hat spezielle Fhigkeiten. Eine doppelte Wahl ist nicht mglich. Deshalb sollte man wohl den Unerfahreneren Spielern die erste Wahl (Gronk) lassen und den Experten im Zweifelsfall mit einem Handicap (Vincent) ausstatten. Es folgt eine Liste der Strken der einzelnen Athleten:

* Glunk: Clubbing, Saber Race
* Crudla: Saber Race, Dino Vault
* Thag: Matetoss, Fire Making
* Ugha: Fire Making, Dino Race
* Gronk: Alle Disziplinen!
* Vincent: Keine! 

Hat man sich nun fr einen Athleten entschieden, so kann der Wettkampf in sechs "zeitgemen" Disziplinen beginnen. 

Mate Toss (Partner-Weitwurf)
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Der Hammer war noch nicht erfunden. Womit sollte man also als Steinzeitmensch werfen? Was liegt nher, als einfach andere Steinzeitmenschen zu nehmen. Warum nicht gleich die ewig am Hhlendesign herum nrgelnde und nach Fleisch rufende Ehefrau? Wohl auch, um nicht mit Alice Schwarzer oder anderen Feministinnen in Konflikt zu geraten, blieb es nicht beim reinen Frauenweitwurf, sondern Dynamix modifizierte die Disziplin etwas politisch korrekter zum Partnerweitwurf, d. h. Crudla wirft tatschlich ihren Mann, deutlich zu erkennen. Man packt die bessere Hlfte an den Fen, holt Schwung wie beim Hammerwerfen und feuert sie nach ausreichender Beschleunigung in die Prrie. Wer am weitesten kommt, gewinnt.

Anleitung
1. Start: Zunchst Feuer drcken und gedrckt halten!
2. Schwung holen: Dabei dann mit dem Joystick entsprechend der Rotation des Characters gegen den Uhrzeigersinn Kreisbewegungen ausfhren.
3. Werfen: Wenn man die Frau/den Mann loslassen will, einfach den Feuerknopf loslassen. 

Besonderheiten
So streng waren die Regeln "damals in der Steinzeit" natrlich nicht, d. h. den Kieselkreis darf man schon auch bertreten, was passiert, wenn man beim Schwung holen aus dem Rhythmus kommt. Allerdings verlangsamt dies den Schwung. Wenn man zu lange in der Schwungphase braucht, luft der Werfer vor Erschpfung zunchst rot, dann lila, dann blau an. Es wird dann schwerer bis unmglich, Schwung aufzunehmen und schlielich lsst er sein Wurfgeschoss einfach los. 

Saber Race (Sbelzahntiger-Rennen)
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Hierbei handelt es sich um einen Hindernislauf gegen einen steinzeitlichen humanoiden Konkurrenten und gegen gegen den "Zahn der Zeit", eindrucksvoll verkrpert durch einen Sbelzahntiger. Die Hindernisse stellen Kakteen und Schlammpftzen dar, die es zu uberspringen gilt, denn schlielich hat man keine Zeit fr ein Schlammbad oder einen "Aua-Fu!"-Kriegstanz. Das Spiel findet in einem Split Screen Modus statt. Im unteren Screen luft der Sbelzahntiger und im ungnstigen Fall auch der langsamere Homo Neandertalensis. Selbstverstndlich kann man auch in dieser Disziplin richtig schn gemein sein und den Konkurrenten nach hinten Richtung Tiger schubsen. Wer es nicht eilig genug zum rettenden Baum am Ende der Strecke schafft wird gensslich verspeist.

Anleitung
Mit Rtteln des Joysticks zwischen Rechts und Links beschleunigt man. Mit dem Feuerknopf berspringt man dabei Hindernisse. Je nachdem was der gewhlte Character so an Kondition mitbringt und wie sehr man ihn schindet, muss er dann und wann verschnaufen. Ist man auf gleicher Hhe mit dem Gegenspieler, so sollte man unbedingt mittels Feuerknopf einen Schubser versuchen. Der Sbelzahntiger ist nmlich gar nicht mal langsam und vor allem menschliche Gegenspieler beginnen nicht selten zu verzweifeln, sobald sie im unteren Screen landen, werden hektisch wie das berhmte Kaninchen vor der Schlange und schlielich zu Tiernahrung. 

Fire Making (Feuer machen)
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Mancher kennt das vielleicht noch aus Pfadfinderzeiten: Man nehme etwas Laub und zwei trockene Hlzchen, die man sehr schnell aneinander reibt so das Funken auf das Laub fallen. Anschlieend pustet man sachte auf die Funken bis das Laub anfngt zu rauchen, nun pustet man krftiger bis es eine helle Flamme gibt. Klingt einfach, kann jedoch kniffelig werden. Einerseits gibt es ja noch die bse Konkurrenz, mit der man um die Wette rubbelt. Man haut sich schon mal gegenseitig einen Stock auf die Zwlf, so dass der Gegner eine Zeit lang Sterne sieht und das gerade glimmende Feuer wieder erlischt. Andererseits muss man vor allem als Raucherlunge beim Pusten auch aufpassen, dass man sich nicht verausgabt, denn sonst luft man rot an, sieht Sterne und dreht eine Weilte schwindelig den Kopf.

Anleitung
1. Stcke reiben: Joystick schnell zwischen rechts und links hin und her rtteln, bis der Balken unten ganz rechts auf Lila steht und mglichst viele Funken im Holzhaufen liegen.
2. Entznden: Solange die Glut liegt, mehrmals hintereinander Joystick kurz nach unten, bis Rauch und eine kleine Flamme entsteht. Erlischt die Glut, muss man durch Reiben einen neuen Versuch starten.
3. Anfachen: Sobald das Feuerchen brennt, mehrmals mit Joystick hoch Luft holen und dann mit Joystick runter pusten. Je lnger man einatmet, desto lnger kann man anschlieen pusten. Einatmen nicht vergessen, sonst wird einem schwindelig, was wieder Zeit kostet. Man sollte mit kurzem Pusten anfangen und sich dann zu immer lngeren Pustern steigern, bis schlielich der Character mit ruigem Gesicht frhlich grinsend ber seinem vollbrachten Werk hockt. 

Special Move
Per Feuerknopf kann man zwischendurch dem Kontrahenten das Leben schwer machen, indem man ihm mit einem Stock eine zimmert, so dass er eine Weile auer Gefecht gesetzt ist. Natrlich kostet das aber auch eigene Zeit, die im Zweifelsfall besser angelegt wre, indem man sich auf die eigentliche Aufgabe konzentriert. Man kann gegnerischen Schlgen ausweichen, indem man mit Joystick runter pustet, denn dabei duckt man sich zugleich. 

Clubbing (Keulenkampf)
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Dies ist vielleicht die rustikalste aller Disziplinen. Es gibt keine Tarnung mehr als sportlicher Zweikampf, sondern es gibt direkt auf die Glocke. Die beiden Gegner stehen einander auf einem Felsplateau gegenber, dessen Kanten bereits gefhrlich brchig aussehen. Jeder Steinzeitmensch ist mit einer Keule bewaffnet und versucht entweder den Gegner K.O. zu hauen oder ihn soweit zur brckeligen Kante des Felsens zu stoen, dass er einen Abflug macht.

Anleitung
* Initmidation Phase: Hier geht es darum, schon vor dem eigentlichen Kampf Raum zu gewinnen. Indem man wild am Joystick rhrt, hampelt man herum und macht Faxen. Ziel dieser Phase ist es, den Gegner so einzuschchtern, dass er zurckweicht. Besonders effektiv z. B. sind ein affenhnlicher Tanz oder aber auch eine Mischung aus Grunzen und Rlpsen.

* Clubbing Phase: Jetzt wird es ernst, der Kampf beginnt. Es gibt folgende Moves: 
1. Joystick in Blickrichtung: Auf Gegner zu gehen.
2. Joystick gegen Blickrichtung: Zurck hpfen, Vorsicht: nicht zu weit an die Kante gehen...!
3. Joystick hoch + einmal Druck auf Feuer: zarter Hieb ins Gesicht (eher ein Streicheln, wenig Schaden).
4. Joystick hoch + zweimal Druck auf Feuer: Ausholen und Hammerschlag voll auf die Zwlf (viel Schaden, Gegner sieht kurz Sterne).
5. Joystick runter: ducken.
6. Joystick runter + Feuer: Tiefschlag in Richtung Schienbein des Gegners (wenig Schaden, aber blockt den wuchtigen Hammerschlag, und mehrfach ausgefhrt hlt sich der Gegner irgendwann den Fu und springt zurck; schne Methode, jemanden an den Abgrund zu drngen)
7. Feuerknopf lnger drcken: Zeigefinger erheben zur Geste "Schau mal hinter dir, ist das ein Flugsaurier?" (je dmmer der Gegner-Character, desto wahrscheinlicher dreht er sich um, whrend man selbst schon mal zum nchsten Schlag ausholen kann). 

Die Runde endet, wenn einer keine Energie mehr hat oder abgestrzt ist. 

Dino Race (Dinosaurier-Rennen)
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Hier haben wir eine sehr frhe Mischform aus Military und Springreiten, nur ist man eben nicht auf einem Pferd sondern auf einem Zwergdinosaurier unterwegs, der mitunter bei falscher Behandlung sehr eigensinnig reagiert. Es geht im Split Screen gegen einen menschlichen oder vom Computer bernommenen Gegner in drei mglichen Geschwindigkeiten ber Fluss und Stein. "Begegnen" bzw. gegenseitig behindern kann man sich hier ausnahmsweise mal nicht. Stattdessen maltrtiert man das Reittier ordentlich mit der Keule.

Anleitung
Joystick einmal rechts ist Schritttempo. Eigentlich sinnlos, manchmal, in Gerllfeldern, wird man zu diesem Tempo gezwungen. Joystick mehrmals rechts fhrt zum Trab. Feuer und Joystick rechts lsst den Dino nach einem Hieb in die Seite springen, allerdings je nach Tempo nicht besonders weit. Schon kleinste Steinchen knnen ein unberwindbares Hindernis darstellen, wenn der Dino zu langsam war oder der Absprungzeitpunkt falsch gewhlt wurde. Der Dino-Galopp, die eindrucksvollste Art zu Reisen, wird im Trab mit Feuer und Joystick hoch erzielt. Man haut dem Dino einen auf den Schdel und versetzt ihn so in Galopp-Tempo. Der Dino rennt wie wild los und macht alle Sprnge selbstndig. Aber Vorsicht: wenn man den Galopp-Hieb zu oft hintereinander ohne Pause ausfhrt, fngt der Dino zunchst an zu scheuen und in der falschen Richtung herum zu irren. bertreibt man es dennoch mit der Tierqulerei, bricht er irgendwann beim kleinsten Schlag zusammen. Die Strecke ist in 10 Abschnitte untergliedert. Wenn man einen neuen Abschnitt erreicht, passiert man eine Wegmarkennummer. Links oben in den beiden Split Screens sieht man, wer gerade in welchem Abschnitt ist. Der schnellste siegt natrlich. 

Dino Vault (Dinosaurier-Stabhochsprung)
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So also sah die Urform des Stabhochsprungs aus, man sprang nicht ber eine Latte sondern ber den Kopf eines hungrigen Tyrannosaurus Rex. "Mahlzeit!" Das jedenfalls denkt sich der lauernde T-Rex, wenn Wettkampfszeit herrscht an der Klippe im Neandertal, denn so mancher Athlet verschtzt sich und landet direkt im Maul des wohl grten fleischfressenden Urzeitreptils. Eine Latte braucht man da gar nicht. Schn animiert sorgt stattdessen zunchst ein Hilfs-Schiedsrichter auf dem Kopf des T-Rex mit einem Stck Fleisch dafr, dass Rexi den Hals lnger macht, um die Wettkampfhhe zu steigern. Darf's ein bisschen niedriger sein? Dann springt der Assistent dem Vieh halt mal beherzt auf den Schdel und schon zieht Rex den Kopf wieder eine Etage tiefer ein.

Anleitung
Diese Disziplin gehrt zu den Fummeligsten. Es kommt hier vor allem in der letzten Phase auf Zehntelsekunden Genauigkeit an.

1. Hhe einstellen: Man kann mit Joystick hoch/runter eine Hhe zwischen 20 und 30 Fu whlen. Besttigen mit Feuerknopf.
2. Anlaufen: Schon das Anlaufnehmen ist nicht ohne. Einmal Feuerknopf drcken zum Loslaufen. Man muss dann erst langsam den Joystick zwischen Links und Rechts hin und her bewegen, dann allmhlich schneller werden. Das Schrittgerusch kann helfen, den Rhythmus zu finden. Man braucht schon eine ordentliche Geschwindigkeit, um berhaupt einigermaen springen zu knnen.
3. Absprung: Wenn man je nach Geschwindigkeit und T-Rex-Hhe einen falschen Absprungpunkt whlt, landet man wie gesagt im Reptilien-Rachen oder prallt gegen den Hals oder fliegt in die Schlucht. Eine gute Orientierung bietet der von rechts gesehen letzte Stein vor der Schlucht im Vordergrund. Hier Feuer drcken und gedrckt halten! Genau kurz vor der maximalen Durchbiegung des Stabes den Feuerknopf loslassen. Wenn man den Zeitpunkt nicht genau abpasst: Nicht verzweifeln, ben, ben, ben... 


Hinweise
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* Verwirrende Joystick-Nummerierung: In dem Spiel gilt Control Port 2 als "Joystick 1" und umgekehrt.
* Konfusion bei ungerader Spielerzahl: Spielt man mit einer ungeraden Spielerzahl, die grer ist als 1, so herrscht teilweise etwas Verwirrung, wer wann wie oft dran ist. In den Split-Screen-Disziplinen sowie bei Fire Making und Clubbing kriegt man nur als Single-Player einen Computer-Gegner gestellt. Als brig gebliebenes drittes oder fnftes Rad am Wagen erhlt man stattdessen einen menschlichen Sparringspartner, welcher schon dran gewesen ist, dessen Ergebnis aber nicht in die Wertung einfliet. Verwirrt? Gut! ;)


Punktevergabe
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Nach jeder Disziplin werde nach folgendem Modell Punkte vergeben und fr die Endwertung zusammen gezhlt: 
1. Platz 40 Punkte
2. Platz 20 Punkte
3. Platz 10 Punkte
4. Platz 5 Punkte
5. Platz 2 Punkte
6. Platz 1 Punkt. 


Highscore
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In jeder Disziplin auer Clubbing kann man einen Rekord aufstellen, der fr die Nachwelt auf die Diskette gemeielt wird. Dies gilt auch fr die Practice-Bestleistungen. 